Evangelische Kirche Eitorf

Kindergottesdiensthelferkreis

Der Kindergottesdiensthelferkreis besteht aus Menschen, die Kindern und Jugendlichen von 3 Jahren bis zur Konfirmation den Glauben nahebringen möchten.

Der Helferkreis trifft sich immer am
1. Dienstag im Monat im großen Gemeindesaal und bespricht dort unter der Leitung von Pfarrerin Krimhild Pulwey-Langerbeins die Inhalte und Termine für den Monat. Wer Interesse hat bei uns mitzumachen, meldet sich gern bei Frau Pulwey-Langerbeins oder kommt einfach bei unseren nächsten Treffen vorbei.

 

Kindergottesdiensthelfertag am 19. September

Nachdem wir uns vor der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche angemeldet hatten, wurden wir einer der zwei Kirchen im Stadtteil zugeordnet. In diesen fanden die Eröffnungsgottesdienste synchron statt, da es wohl nicht möglich war, alle Teilnehmer in einer Kirche unter­zubringen.
Von den Anmeldeständen aus konnte man in der angrenzenden kleinen Fußgängerzone seltsamerweise mit weißen Decken und Sonnenblumen dekorierte Tische stehen sehen. Das bot einen komischen Kontrast zum kühlen Ambiente einer Fußgängerzone einer Trabantenstadt aus den 60er-Jahren, die am Reißbrett entworfen worden war.
Da standen diese Tische, ohne Stühle, unpassend und fremd im langen Korridor der anliegenden Läden, die auch schon bessere Zeiten gesehen hatten. Irritiert und nachdenklich gingen wir auf dem Weg zur St.-Norbert-Kirche, in der unser Gottesdienst stattfinden sollte, an ihnen vorbei.
In der Kirche empfingen uns ebenfalls klare Formen aus Beton, Glas und Metall.
Der Gottesdienst war aber sehr an­sprechend gehalten und beim Betrachten unserer Einladungskarte, die wir beim Betreten der Kirche bekommen hatten, wurde uns klar, warum diese Tische so verlassen vor der Tür standen: Die Teilnehmer des Gottesdienstes aus beiden Kirchen trafen sich am Ende des Gottesdienstes draußen, um gemeinsam unter freiem Himmel das Abendmahl, bestehend aus Brot und Traubensaft, zu empfangen.
Was für eine schöne Idee! Nicht vom Rest der Gesellschaft getrennt, sondern unter ihnen das Abendmahl zu zelebrieren.
Es war eine feierliche Atmosphäre, in der jeder in einem großen Oval zwischen den Kirchen seinen Platz gefunden hatte, dabei wurde das „Confitemini domino“ aus Taizé angestimmt.
Unter uns die Kinder, die neugierig über die Reaktion der Bewohner des Stadtteils spekulierten, genau wie so manch Erwachsener. Die Reaktion war unglaublich respektvoll, einige schlossen sich spontan an. Die Pfarrer und Kindergottesdiensthelfer teilten das Abendmahl aus und mit dem Segen endete ein eindrucksvolles Erlebnis.
Wir alle atmeten tief durch, bevor wir geschäftig zu unseren Workshops aufbrachen.

Wir haben uns aufgeteilt, um die vielfältigen Angebote nutzen zu können, und so berichten wir nun aus den Workshops:


Handpuppen

Handpuppen können die Arbeit in Gruppen mit Kinder bereichern – wenn der Puppenspieler sein Handwerk versteht und der Puppe einen eigenen Charakter gibt. In der Arbeitsgruppe „Handpuppen“ konnte sich jeder Teilnehmer eine Handpuppe aussuchen und mit ihrer Hilfe das Wichtigste am Arbeiten mit Handpuppen erlernen.
Durch Ausprobieren wurde verdeutlicht, wie wichtig Charakter, Mimik, Gestik, Augenkontakt der Puppe zu den Zuhörern, Synchronizität der Mundbewegung und der Bezug zu dem, was erzählt wird, sind.

Gebärden

Die Gebärdensprache ist eine eigenständige Sprache, die insbesondere von gehörlosen und schwerhörigen Personen genutzt wird.
Aber auch für kleine Kinder oder Menschen mit Handicap sind Laut untermalende Ge­bärden eine schöne Unterstützung.
Da es verschiedene Gebärdensammlungen gibt, ist es sinnvoll, in benachbarten Kindergärten und Schulen nachzufragen, welche Gebärden verwendet werden, damit nicht mehrere Gebärden für einen Begriff erlernt werden müssen.
Empfohlen wurde die Gebärdensammlung „Schau doch meine Hände an“ des Bundesverbands Evangelische Behindertenhilfe.
Auf schau-doch-meine-haende-an.de gibt es eine PDF-Datei mit dem Vaterunser in Gebärden.


Methodenvielfalt und Erzähltraining für den Mitarbeiterkreis


Ein Mitarbeiterkreis ist eine „kleine“ geistliche Gemeinschaft, die sich miteinander auf ihren Dienst im Kindergottesdienst vorbereitet. Um eine biblische Geschichte an Kinder weiterzugeben, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Man arbeitet z. B. mit einem Symbol, macht eine Bildbetrachtung oder ein Foto, eine Karikatur erleichtert auch Kindern den Einstieg, auch die Methode eines Textpuzzles, oder man gibt ein Stichwort und kommt so miteinander ins Gespräch.
Mit älteren Kindern oder Jugendlichen kann man auch verschiedene Bibel­lesemethoden anwenden, wie Lesen in verteilten Rollen, Bibel teilen unterschiedlichen Bibelausgaben, Bibliolog oder auch Rollenspiel. Die Geschichten können dann auch von den Kindern verklanglicht werden oder ein Bodenbild wird erarbeitet, Erzählpantomime, Phantasiereisen, Sandkastenerzählungen mit Puppen oder Playmobilfiguren. Bilder Malen oder ein Spontaninterview, Schlagzeilen Finden und auch Partnerarbeit bereichern die Arbeit mit den Kindern im KIGO. Für jüngere ­Kinder ist eine Erzählung mit Bewegung oder Reibebilden auch ein spannende Sache, Rückengeschichten, Erzählen mit Kerzen oder Lege­materialien machen die Methoden­vielfalt komplett.
Tanzlieder und Bewegungsspiele
Dieser Workshop war sehr praktisch. Wir haben die Arche Noah ertanzt, waren mit den Hebammen Schifra und Pua unterwegs, haben in der Wüste gefeiert, Bartimäus am Straßenrand getroffen und uns zum Schluss alle an einem Tisch zur Feier des Abendmahls getroffen. Bee

indruckend war die musikalische und choreographische Gestaltung, die uns diese Geschichten auf einem ganz neuen Weg erfahrbar machten.
Bibliolog
Bei der Methode „Bibliolog“ gibt der Kindergottesdiensthelfer eine Einführung in die Geschichte vor. Fragen müssen vorbereitet werden zu den einzelnen Personen, die in der Geschichte vorkommen. Während des Lesens wird der Text unterbrochen, eine Person ausgesucht und die Frage zu dieser Person gestellt. Derjenige, der jetzt was sagen möchte, meldet sich und man wiederholt das Gesagte mit eigenen Worten, dankt dann der Rolle und liest die Geschichte weiter. Am Ende der Geschichte dankt man allen, die in eine Rolle geschlüpft sind, und schickt die biblischen Personen zurück in die Bibel. Dann liest man die Geschichte noch einmal und wird feststellen, dass man ganz neue Eindrücke über doch bekannte biblische Geschichten gewonnen hat.
Alles in allem war dieser Tag für unsere Arbeit im Kindergottesdienst für uns alle bereichernd, so hoffen wir, dass wir das neu Gelernte bald auch in der Praxis ausprobieren und umsetzen können, damit unser Kindergottesdienst den Kindern noch mehr Freude macht und sie immer wieder neugierig auf die biblischen Geschichten sind.

Kindergottesdienst findet immer sonntags um 10:00 Uhr statt, außer in den Ferien. Wir beginnen gemeinsam mit den Erwachsenen und gehen dann zum Kindergottesdienst in die Altersgruppen. Wir haben drei unterschiedliche Altersgruppen: 4-7 Jahre, 8-11 und 12-14 Jahre. Dort lernen die Kinder biblische Geschichten kennen und wachsen in ihren Glauben hinein, sie spüren und erfahren, dass Gott sie immer begleitet, so unterstützt unser Kindergottesdienst die christliche Erziehung von unseren Kindern. Wir laden euch Kinder alle ganz herzlich ein zum Kindergottesdienst und freuen uns auf euren Besuch!


Das Kigo-Team

Kontakt
Gemeindeamt
Tel. (02243) 6179
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