Evangelische Kirche Eitorf

Besuchsdienstkreis

alt


Der Besuchsdienstkreis –

Neuerungen und: Wir suchen Verstärkung

Zum neuen Jahr 2017 gibt es eine Veränderung in unserem Besuchsdienst:

Wir werden in den nächsten Jahren darauf hinwirken, dass ab dem Jahr 2021 alle Gemeindeglieder erst ab dem 80. Lebensjahr besucht werden. So besuchen wir in diesem Jahr alle Gemeindeglieder ab dem 76., im nächsten die ab dem 77. Lebensjahr etc. Wir sehen uns leider zu diesem Schritt gezwungen, weil  manche Ehrenamtliche teils schon selbst in einem fortgeschrittenen Alter sind. Davon abgesehen, brauchen wir als ohnehin nicht sehr große Gruppe Verstärkung.

Also: Wir brauchen Sie!

Wenn Sie gerne Menschen an ihrem Geburtstag oder auch im Krankenhaus besuchen und ihnen Zeit und Zuwendung schenken wollen, ist diese Aufgabe die richtige für Sie.

 

Was sie brauchen:

  • Zeit (so wie Ihre Möglichkeiten es erlauben)
  • Freude an der Begegnung mit Menschen
  • Vielleicht ein Auto, wenn sie in entlegeneren Ortsteilen Besuche machen

 

Wie sie unterstützt werden:

  • Sie werden auf die Aufgabe vorbereitet
  • 4-mal im Jahr trifft sich der Besuchsdienstkreis zur Aufteilung der Besuche
  • Ein kleines Geschenk zur Mitnahme erhalten sie von uns
  • Teilnahme an qualifizierten Fortbildungen unserer Kirche sind möglich
  • Mögliche Fahrtkosten werden erstattet

 

Wäre das etwas für Sie? Dann nehmen Sie bitte Kontakt zu unserem Gemeindebüro oder auch zu mir auf, um nähere Einzelheiten in Erfahrung zu bringen. Ich freue mich über Ihr Interesse.

 

Pfarrerin Anne Petsch


 

Im Gespräch

  • mit Doris Kahlmann vom Besuchsdienstkreis

Pfarrerin Petsch: Wie kam es zu Ihrem Interesse, im Besuchsdienstkreis unserer Gemeinde mitzumachen?

Doris Kahlmann: Im Herbst 2013 schrieben Sie mich von der ev. Kirchengemeinde an, ob ich mir nicht vorstellen könnte, im Besuchsdienstkreis der Gemeinde mitzuwirken. Für mich persönlich, in meinem Leben, suchte ich noch einmal einen Neuanfang. Ich habe etwas gesucht, wusste aber nicht genau, was. Da kam mir die Anfrage gelegen.

 Pfarrerin Petsch: Was hat Sie genau daran interessiert?

Doris Kahlmann: Ich selbst bin in einem fortgeschrittenen Alter und kenne in meinem Umfeld ältere Menschen, um die ich mich schon kümmere. Viele davon sind alleine, z.B. weil die Angehörigen weiter weg wohnen; manche sind auch einsam. Mit ihnen rede ich oft über ‚Gott und die Welt‘. Ich merke, dass sie ein Bedürfnis haben zu erzählen, sich mitzuteilen. Da ich schon lange in Eitorf wohne, kennen wir oftmals dieselben Menschen, was auch verbindet. Oft höre ich: ‚Kommen Sie einfach noch einmal wieder!‘

 Pfarrerin Petsch: Was ist für Sie an der Besuchsdienstarbeit bereichernd?

Doris Kahlmann: Die jüngeren Gemeindeglieder ab dem 75. Lebensjahr sind oft erstaunt, weil und wenn ‚Kirche‘ sie besucht. Manche fragen dann, ob sie schon so alt sind, was sie nicht sein wollen. Hin und wieder wird auch vermutet, dass ich für etwas Geld sammeln möchte. Ich freue mich, wenn ich den Gemeindegliedern sagen kann, dass ‚Kirche‘ sie wahrnehmen und, wo es angebracht und gewollt ist, sich auch um sie kümmern möchte. Wir möchten so auch zeigen, dass Kirche da ist – für sie.

Manche Dinge gehen mir auch nach. Dann überlege ich weiter, wie man helfen könnte. Ich staune über den Erfahrungs- und Erlebensschatz der Menschen, die ich besuche. Wie sie mit auch schwierigen Zeiten im Leben (z.B. die Kriegszeit, Flucht, pers. Schwierigkeiten) umgegangen sind. Welche Kräfte sie dabei entwickelt haben, um Situationen zu durchleben oder auszuhalten. Ich schätze es, Geschichten von Zeugen einer vergangenen Zeit hören zu können. Man baut ja auf das Gestern auf, die Vergangenheit, und steht in einem Zusammenhang in der Geschichte.

 Pfarrerin Petsch: Was hilft Ihnen in der Begegnung mit den Menschen, die Sie besuchen?

Doris Kahlmann: Das Interesse an Menschen ist bei mir da. Ich höre auch gerne zu.

Pfarrerin Petsch: Gibt es etwas, das Ihnen in der Besuchsdienstarbeit schwerfällt?

Doris Kahlmann: Nicht so einfach ist es, wenn Menschen sofort abblocken oder man nicht wirklich in Kontakt kommt. Wenn man spürt, man ist nicht willkommen, oder auch direkte Ablehnung erfährt. Und man nicht weiß, warum die Besuchten so reagieren. Manche haben auch in der Kirche schwierige Zeiten erlebt. Da versuche ich aufgrund eigener Erlebnisse so etwas wie Vergangenheitsbewältigung zu leisten.

 Pfarrerin Petsch: Woher nehmen Sie die Kraft für Ihr ehrenamtliches Engagement?

Doris Kahlmann: Aus dem Glauben. Ich stehe zu meinem Herrn und Heiland Jesus Christus. Das gibt mir auch eine Hilfe für den Umgang damit, manchmal nicht erwünscht zu sein, was ich respektiere. Aber es überwiegen die schönen und bereichernden Begegnungen und Erlebnisse.

 Pfarrerin Petsch: Vielen Dank für das Gespräch.

Doris Kahlmann: Ich danke auch.

Das Gespräch führte Pfarrerin Petsch mit Doris Kahlmann am 28. Mai 2015. Frau Kahlmann ist seit Januar 2014 im Besuchsdienst tätig.


Kontakt
Gemeindebüro
Tel. (02243) 6179
Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Pfarrerin Anne Petsch
Unterer Gartenweg 16a, 53783 Eitorf
Tel. (02243) 8465639
Mobil (0151) 12136985
Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!