Evangelische Kirche Eitorf

Neues Angebot für dementiell erkrankte und ihre Angehörigen

Tagesbetreuung Memory der Diakoniestation Windeck in Stromberg - jetzt auch mit Fahrdienst möglich!
Windeck: Die Diakoniestation Windeck bietet schon seit langem pflegenden Angehörigen Auszeiten an, indem auf Anforderung geschulte Kräfte zur Betreuung dementiell Erkrankter zuhause gestellt werden. Diese Leistungen können über die Pflegekasse abgerechnet werden. Je nach Schwere der Demenz stehen dazu monatlich 100 oder 200 € zusätzlich zum Pflegegeld bzw. den Pflegesachleistungen zur Verfügung. Aber auch Leistungen der Pflegekasse bei Verhinderung der Pflegeperson können dazu genutzt werden.
Diese Beträge sind bei einer Einzelbetreuung zuhause schnell aufgebraucht. Deshalb hat die Diakonie vor Ort GmbH zusammen mit ihren Trägergemeinden das Konzept „Tagesbetreuung Memory“ entwickelt, nach dem mehrere dementiell Erkrankte gemeinsam von geschulten Kräften betreut werden. Dadurch kann die Demenzbetreuung sehr viel preiswerter angeboten werden.
Die Kirchengemeinden Herchen und Rosbach haben als Erste diese Idee aufgegriffen und stellen dafür das Gemeindehaus Stromberg, Dorfkapelle 1 in Windeck-Stromberg zur Verfügung. Die Diakoniestation Windeck wird dort die gemeinsame Tagesbetreuung von dementiell Erkrankten durchführen.
Am Sonntag, 20.05.2012, wurde die Tagesbetreuung Stromberg feierlich eingeweiht. Nach einem gemeinsamen Gottesdienst in der alten Kapelle konnten die Räume besichtigt werden. Bei einem kleinen Imbiss lauschten die zahlreichen Besucher den Grußworten der Honoratioren aus der Politik, freuten sich über die musikalischen Einlagen und informierten sich über das neuartige Angebot.
Das Angebot kann über die Diakoniestation Windeck (Tel. 02243 / 80160) ab sofort gebucht werden. Von Montag bis Freitag in der Zeit von 9:00 Uhr bis 14:00 Uhr werden dementielle Erkrankte an einem Ort gemeinsam betreut. Der Zeitumfang der Betreuung wird von den dementiell Erkrankten bzw. ihren Angehörigen festgelegt.
Pro Stunde werden 7,00 € von der Diakoniestation Windeck in Rechnung gestellt. Die Ab-rechnung erfolgt stundenweise. Die Kosten übernimmt im Rahmen der Budgets die Pflegekasse. Zusätzlich können bei dem Aufenthalt kleine pflegerische Leistungen durchgeführt und auf Bestellung Essen auf Rädern genutzt werden. Dazu fallen Extrakosten an.
Die Kirchengemeinde Herchen stellt einen Fahrdienst zur Verfügung, der ebenfalls über die Diakoniestation angefragt werden kann. Alternativ kann die An- und Abfahrt zur Tagesbetreuung Memory in Stromberg auch in Eigenregie erfolgen.
Wir freuen uns, dass wir als Kirchengemeinde den Hilfsbedürftigen in unserem Gemeindegebiet ein solches attraktives Angebot unterbreiten können.

Hilfsmöglichkeiten bei der Krankheit Demenz
Demenz ist ein Thema, das aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken ist. Immer mehr Menschen leiden an dieser Krankheit. Dabei ist das Krankheitsbild oft schleichend und für Angehörige schwer verständlich. Aus Scham, aber auch um anderen nicht zur Last zu fallen, ziehen sich viele Betroffene zurück. Angehörige sind mit der Pflege und Betreuung oft stark ausgelastet, sehr oft überlastet und vernachlässigen ihre sozialen Kontakte zu Freunden und Bekannten. Freizeitaktivitäten und Hobbys, sogar die eigene Gesundheit werden oft in den Hintergrund gestellt.
Dabei gibt es viele Möglichkeiten der Unterstützung für dementiell Erkrankte und ihre pflegenden Angehörigen. Zunächst muss jedoch die Demenz festgestellt und ein Leistungsanspruch aus der Pflegeversicherung bescheinigt sein. Dazu reicht ein formloser Antrag bei der Krankenkasse des dementiell Erkrankten. Danach erfolgt eine Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK). Aber auch ein Facharzt kann die Krankheit bescheinigen. Das Gutachten muss dann der Krankenkasse vorgelegt werden. Im Anschluss legt die Krankenkasse fest, welche Leistungsansprüche der dementiell Erkrankte hat.
Die Leistungsansprüche sind unabhängig von einer Pflegestufe und können auch ohne Einstufung vorliegen. Dementiell Erkrankte haben Anspruch auf Leistungen der Demenzbetreuung im Grundbetrag von 100 € pro Monat oder im erhöhten Betrag von 200 € pro Monat. Bis zu dieser Höhe kann die Diakoniestation mit der Krankenkasse abrechnen. Dies gilt auch für Hilfsbedürftige, die bisher noch keine Pflegestufe haben (sogenannte Pflegestufe 0).
Daneben können Leistungen der Demenzbetreuung auch als stundenweise Verhinderungs-pflege abgerechnet werden. Diese wird dann wirksam, wenn die Pflegeperson - also in der Regel der pflegende Angehörige - zur Pflege verhindert ist. Dazu stehen im Jahr 1.550 € zur Verfügung.
Die Demenzbetreuung und die Verhinderungspflege darf nur von zugelassenen Einrichtungen erbracht werden. Gerade im Bereich Betreuung sind immer wieder Anbieter unterwegs, die keine Zulassung haben. Diese können dann nicht mit der Krankenkasse abrechnen und die Betroffenen müssen selber für die Kosten aufkommen. Ihre Diakoniestation hat aber auf jeden Fall alle notwendigen Zulassungen und zusätzlich geschulte Mitarbeitende.
Die Leistungen der Demenzbetreuung und der stundenweisen Verhinderungspflege sind immer zusätzlich zum Pflegegeld oder zur Pflegesachleistung - sie schonen also das Pflegegeld für andere Unterstützungszwecke. Eine ausführliche Beratung erhalten alle Betroffenen durch unsere Diakoniestation - natürlich kostenfrei. Dementiell Erkrankte ohne Pflegestufe können sogar halbjährlich einen Beratungsbesuch anfordern, der dann von der Krankenkasse bezahlt wird.

Mehr erfahren Sie hier: http://www.ekheld.de/index.php?id=119

V.i.S.d.P.
Kontakt: Sebastian Wirth, Geschäftsführer
Telefon: 02261-66541
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