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Hier finden Sie Termine und Wissenswertes rund um das evangelische Gemeindeleben in Eitorf an der Sieg. Ich wünsche Ihnen viel Freude an unserer Homepage.

Krimhild Pulwey-Langerbeins Ihre Pfarrerin
Krimhild Pulwey-Langerbeins

 

Besonders hinweisen möchten wir Sie auf Abendmusik von Oikumena Brass am
16. Juni 2012 um 18:00 Uhr. Das Konzert findet in unserer Kirche statt.

Ein Gottesdienst unter freiem Himmel wird im Rahmen der Kooperation der Gemeinden Leuscheid, Herchen und Eitorf an Christi Himmelfahrt (17.5.)
um 11:00 Uhr
im Kurpark Herchen gefeiert.

Am Pfingstmontag (28.05.) findet unser traditionelles Gemeinde- und Kindergartenfest rund um unsere Kirche statt.

Sie sind herzlichst eingeladen - bitte vormerken! 
Weitere Termine finden Sie in unserer Rubik.

Zur Verstärkung unseres Gemeindebüros suchen wir eine engagierte Bürokraft. Nähere Informationen erhalten Sie hier.

 

Jesus Christus spricht: Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen

alt                                             Markus 16,15

Liebe Gemeinde,
die ersten Anzeichen des Frühlings sind schon lange zu sehen: Knospen tragende Äste schon im Winter, jetzt auch die ersten Frühlingsblüher, Schneeglöckchen und Krokusse. Werden sie es schaffen oder wird der Frost ihnen noch einmal zusetzen, fragt man sich. Die ersten warmen Sonnenstrahlen locken nach draußen, ins Freie.
Im Monatsspruch für April heißt es: „Geht hinaus ...“ Das ist ein Auftrag, den Jesus seinen elf Jüngern gibt, als er ihnen nach seiner Auferstehung erschienen ist. So berichtet es das später angefügte Ende des Markus-Evangeliums.
Die Entdeckung des leeren Grabes und die Bekanntmachung von Jesu Auferstehen sollte nicht mit Flucht und Zittern und Entsetzen enden. Ich kann das verstehen. Wenn etwas nicht so eintrifft, wie man es erwartet hat oder auch gewohnt ist, kann das Angst und Bange machen. Es kann schockierend sein und verstören. Es kann einen sogar dahin bringen, die Situation oder einen Ort schnellstmöglich verlassen zu wollen. Jesus lebt, wo er doch tot war. Das ist nicht zu begreifen. Die Auferstehung von den Toten widerspricht unserer Erfahrung und erst recht jeder Logik. Im März letzten Jahres führte das Kuratorium Deutsche Bestattungskultur eine TNS-Emnid-Umfrage durch. Sie stellt fest, dass mehr Frauen (12%) als Männer (7%) und wohl nur 9% Protestanten an die Auferstehung glauben.
Was kommt nach dem Tod? Im Apostolischen Glaubensbekenntnis sprechen wir Christen im Gottesdienst „Ich glaube an … die Auferstehung der Toten und das ewige Leben.“
Nur im Glauben und im Herzen und in der Gemeinschaft kann Auferstehung erfasst und erspürt werden.
„Jesus ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden.“ Das ist der Ruf der Freude am Osterfest. Der Freude darüber, dass schlussendlich Jesu Lebens- und Leidensweg nicht mit der Kreuzigung endete, sondern der Tod durch die Auferstehung überwunden ist, Gott dem Tod nicht die Existenz, aber seine bedrohliche Mächtigkeit genommen hat. Wir glauben, dass Gott, dem wir unser Leben verdanken, uns nach dem Tod bei sich aufnehmen wird.
Wir erwarten das ewige Leben.
Das feiern wir Ostern, das sicherlich das schwerste Fest im Glauben ist und doch so wichtig.
Gerne schaue ich in unserer Kirche auf das aus Olivenholz gefertigte Kreuz, das nur von Ostern her zu verstehen ist: der Sieg des Lebens über den Tod, den Jesus Christus für uns bewirkt hat. Die Hoffnung, dass das Leben weitergeht, noch einmal beginnen kann, sich Neues auftun wird. Das Vertrauen in den schöpferischen Gang des Lebens. Das nimmt dem Leiden nicht das Schreckliche – das wird es hoffentlich niemals tun. Es will jedoch getrost machen und zu neuem Leben ermutigen.
Deshalb ist es so wichtig, diese frohe Botschaft des Evangeliums weiterzuerzählen und miteinander zu feiern. Damit wir uns in unseren „Grabeshöhlen“ der Angst, der Traurigkeit, der Niederlagen und des Schmerzes nicht auf Dauer einrichten müssen.

Ich wünsche uns allen ein offenes Herz für die Kraft des Glaubens, der aus den lebendigen Worten Gottes kommt, und eine segensreiche Osterzeit, in der wir den fröhlichen Osterjubel hören und weitersagen: „Christus ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja“ – für dich, für mich, für uns.“

Ihre

Anne Petsch, Pfarrerin


 

Weise mir, Herr, deinen Weg; ich will ihn gehen in Treue zu dir

                                                                                                             (Psalm 86,11)
Liebe Gemeinde,
ein neues Jahr hat begonnen und der Kalender liegt noch relativ leer vor mir und vielleicht auch vor Ihnen. Das erinnert mich oft an ein wunderschönes Bild, das
Sie sicher auch kennen: Über Nacht hat es geschneit – sanft, unhörbar leise und ziemlich viel. Nun liegt die Welt unter einer weißen Schicht, die alles abdeckt, unberührt, weiß und frisch, noch ohne Spuren, unbegangen. Fast traut man sich nicht, einen Schritt in diese Unberührtheit zu machen. Doch dann wagt man es - mit großer, gar kindlicher Freude. Die ersten Spuren im Schnee sind immer noch etwas Besonderes.
Mit dem Januar ergeht es einem ähnlich. Über Nacht tut sich auch das Gefühl auf, dass das neue Jahr wie ein unbegangenes Feld vor uns liegt, ohne Spuren, eben neu. Nach den dunklen Monaten November und Dezember mit all den gemütlich schimmernden Kerzen und dem festlichen Weih­nachtsfest kommt der Januar viel klarer und frischer daher, mit klarer Winterluft und weißem hellen Sonnenlicht, das besonders hell scheint, wenn Schnee liegt.
Dieses Gefühl trügt nicht. Der Januar lädt ein, sich auf den Weg zu machen. Auf den Weg in ein neues Jahr. Frische Kalender werden in Augenschein genommen. Schon wagt man einen fragenden Blick: Auf welchen Wochentag fällt eigentlich der Geburtstag oder Weihnachten oder der 1. Mai? Und wir müssen uns an die neue Jahreszahl 2012 gewöhnen.
Das Gefühl, in ein neues Jahr zu gehen, ist für die Menschen sehr unterschiedlich: Die einen gehen voller Vorfreude ins neue Jahr. Sie freuen sich auf eine geplante Reise, ein Jubiläum oder Familienfest. Die anderen zögern, sehen vorsichtig mit Sorgen, mit Bedenken und Vorbehalten in das neue Jahr. Was wird es bringen? Welche Wege muss ich gehen, auch wenn ich nicht will? Welche Verluste erwarten mich? Welcher Schmerz? Auch in unserer Gemeinde stehen wichtige Entscheidungen an: unter anderem die Presbyteriumswahl.
Ein Wegweiser wäre da wirklich hilfreich. Ein Schild, das uns sagt: Wenn du hier langgehst, dann wird alles gut. Dann wirst du vom Schmerz verschont und mit Glück gesegnet. Aber solche Wegweiser gibt es leider nicht. Niemand kann voraussagen, was uns das neue Jahr wirklich bringt. Wir werden unsere eigenen Entscheidungen treffen müssen, unsere eigenen Wege gehen und mit den Folgen leben.
Das neue Jahr liegt vor uns, neu und unberührt. Ohne Wegweiser. Wir sind frei, unsere eigene Richtung einzuschlagen. Was wäre, wenn es doch eine Richtschnur, einen Wegweiser gäbe? Eine Richtschnur, bei der wir in unseren Entscheidungen noch frei sind, aber die uns zugleich gewiss macht, dass wir nie allein gelassen werden, auch nicht auf unseren Umwegen.
Schon vor 2500 Jahren haben sich Menschen auf eine solche Richtschnur für ihr Leben felsenfest verlassen. Nämlich auf die Treue Gottes. Sie sangen diese Richtschnur sogar in Psalmen: „Weise mir, Herr, deinen Weg; ich will ihn gehen in Treue zu dir“ (Psalm 86,11).
Es ist, als ob es den Menschen damals schon genauso ergangen wäre wie uns heute. Sie singen und erzählen von der Gewissheit, die sie damals schon gehalten und ermutigt hat: Gottes Treue umgibt mich an allen Tagen meines Lebens. Das nimmt die Angst.
Also kein Wegweiser, der uns sagt, wo es langgeht. Gott ist nicht jemand, der uns an Marionettenfäden zwingt, eine bestimmte Richtung einzuschlagen. Sondern seine Treue ist ein Wegweiser, der uns verspricht: Wie immer wir uns auch entscheiden, welchen Weg wir auch gehen: Gott ist an unserer Seite, wir sind nie allein. Weder im Gelingen noch im Scheitern. Unser Leben gelingt ganz besonders dann, wenn wir es schaffen, auch Gott treu zu sein. Vielleicht ­fragen Sie jetzt: „Ja wie geht das denn?“ Indem wir immer wieder neu fragen, was Gott sich denn von uns wünscht. Die Gebote des alten Bundes und die Predigten Jesu ­sprechen da eine klare Sprache.
Gott treu sein, heißt: Gott lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt, und unseren Nächs­ten lieben wie uns selbst. Diese beiden Gebote weisen uns auf den Weg. Und Gottes Treue ist an unserer Seite, auch in diesem Jahr 2012!
So wünschen ich Ihnen und Euch allen ein gesundes, frohes und gesegnetes neues Jahr!

Ihre
Krimhild Pulwey-Langerbeins, Pfarrerin

 

Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.

Liebe Gemeinde,
Der Monatsspruch für Juli 2011 war auch das Motto unseres 33. Evangelischen Kirchentages in Dresden, an dem auch eine kleine Gruppe aus unserer Gemeinde teilgenommen hat. Dieser Spruch ist eine Aussage Jesu aus der Bergpredigt und wurde in Dresden sehr eindrucksvoll in einem Rock-Gottesdienst, den wir besuchten, ausgelegt. Ich möchte diesen Spruch in den Gesamtzusammenhang stellen. In den vorangehenden Versen heißt es: „Sammelt keine Reichtümer hier auf der Erde! Denn ihr müsst damit rechnen, dass Motten und Rost sie auffressen und Einbrecher sie stehlen. Sammelt lieber Reichtümer bei Gott! Dort werden sie nicht von Motten und Rost zerfressen und können auch nicht von Einbrechern gestohlen werden. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.“

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Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt!

altMatthäus 26,41

Wir alle kennen die Szene im Garten Gethsemane: Die drei Jünger, die Jesus mitgenommen hat, sind eingeschlafen. Jesus betet in großer Verzweiflung. Er ahnt, was auf ihn zukommt. Es nähert sich das Verhaftungskommando. Golgatha steht ihm bevor. Erst Ver­urteilung, Verspottung und dann der Tod warten auf ihn. Die Lage ist ernst.
Jesus braucht Hilfe, braucht menschliche Unterstützung. Er wendet sich an seine Jünger, seine engsten Freunde. Doch er bittet sie nicht um Waffen, um Kampf­bereitschaft. Er bittet sie: Wachet! Und betet!
Wir können es als Aufforderung an die Adresse aller Christinnen und Christen ansehen, eben auch an uns.

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